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Das Diözesan Museum

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Das Gebäude, in dem das Diözesanmuseum von Trient Platz findet, ist gemeinhin als Palazzo Pretorio bekannt und war im Hochmittelalter die Residenz der Bischöfe von Trient. In einer unbestimmten Zeit zwischen dem 9. und 10. Jahrhundert, wurde die Friedhof- Basilika von St. Vigil in die Kathedrale der Stadt verwandelt. Eine Rolle, die zuvor der ‘ecclesia intra civitatem’ zugewiesen war, von welcher im ‘Passio Sancti Vigilii’ die Rede ist, die im Bereich der Kirche S. Maria Maggiore lag.

Es war zu jener Zeit, als der Bischofssitz von seiner früheren Lage in das Gebiet zwischen die Trümmer von Porto Veronensis und die ursprüngliche Lage der Basilika vigiliana verlegt wurde: Hier wurde der  "palatium episcopatus" errichtet, mit eigener Kapelle, die dem Heiligen Biagio Lucia gewidmet wurde. Das Gebäude war angeblich von einer Reihe von mit Mauern umgebenen Häusern und Höfen zusammengesetzt. Der anliegende Teil der Kathedrale, der  so genannte "Bischofs Castelletto", wurde durch einen Brand zerstört und durch Federico Vanga (1207-1218) wieder neu aufgebaut. Um 1255 verlegte Egnone von Appiano die Residenz des Bischofs in die von Sodegerio Tito - ein imperialer Bürgermeister - gebauten Festung, auf den Hügel von Malconsey. So begann die allmähliche Abkehr von der alten "palatium episcopatus", zum Teil eingesetzt als Sitz des Gerichtshofs und des Magistrats.  Im Jahr 1533 gab Cristoforo Madruzzo den Bereich des Torre di Piazza an den Monte di Pietà, welcher wiederum den zweiten Stock an den Konsul der Stadt und an die Hochschule der Ärzte vermietete.

Im Jahr 1676 förderte Sigismondo Alfonso Thun die Restaurierung des Gebäudes, die Vereinheitlichung der Fassade, die die ursprüngliche romanische Konfiguration aufgrund der Anlage von Doppelfenstern und Dreifachfenstern verlor. Im Jahr 1780 ließ die Stadt die Renaissance-Loggia des Turms zerstören und beauftragte den Architekten Claudio Carneri mit der  Integration dieses Bereiches in den Rest des Gebäudes mittels eines Neubaus. Bis 1883 war der Palazzo Sitz des i. R. Rund-Gerichtes, dann der i. R. Direktion für Ingenieure und nach dem Zweiten Weltkrieg des Regionalkommandos der Staatswälder. In den fünfziger Jahren wurde dieser Teil von der Kathedrale gekauft. Nach einer gründlichen Restaurierung, die eine Integration der alten romanischen Fassade und die Wiederherstellung des Grundstücks vorsah, wurde das Schloss im Jahr 1963 für den ständigen Sitz des Diözesanmuseums von Trient verwendet.